Humor ist, wenn man´s trotzdem macht: ein Abend bei Nuhr, Sträter & Co

Neulich durfte ich „undercover“ mit der rbb Entdeckertour hinter die Kulissen von der rbb-Produktion „nuhr im Ersten“. Dort versammeln sich monatlich führende Humoristen wie Dieter Nuhr, Ingo Appelt und Torsten Sträter  (meistens Männer, was mawacoach ganz nett aber seltsam findet, zumindest in der Mehrzahl, aber das wird sich auch noch ändern, denn Gruber, Kebekus & Co schlagen schon heftig in die Emanzipations-Presche) zu einem Stelldichein !

Die Zuschauer sind eingeladen und werden auf den humorvollen Abend eingestimmt. Man merkt, dass dies das Publikum eint: die Stimmung ist fröhlich und freundlich. Und trotzdem bleibt auch Raum und Zeit für ernste Worte und Themen  (Hut bzw. Mütze ab!) nach dem Terror. Böse Menschen kennen kein Humor und sie meiden ihn sogar, wie der Teufel das Weihwasser oder der Muslim die Flasche Mariacron …

WAS GENAU MEINT MAN EIGENTLICH MIT HUMOR? Das ist eine bestimmte Haltung. Und zwar eine Haltung der Leichtigkeit oder der heiteren Gelassenheit. Es geht mir darum, nicht immer alles allzu ernst zu nehmen. Dabei geht es nicht um zwanghafter Witzigkeit (die ja allzu oft im Fasching oder in Comedy­-Sendungen oder aber auch im Kabarett verbreitet wird).

Nun gibt es verschiedene Humortypen und auch unterschiedliche Humorkreise (z.B. der britische Humor oder der jüdische Witz), der Herrenwitz oder auch der feministische, weibliche Humorblick, die es zu berücksichtigen gibt. Auch zwischen Poetry Slammern, Comedystars und –Sternchen, Kabarettisten und Komödianten gibt es riesige Unterschiede. Doch das ist wurscht. Hauptsache, jemand bringt mich zum Lachen, weil das Perspektivenwechsel, Erkenntnis und Belohnung im Gehirn voraussetzt. Und das sind beides prima Dinge für jedermann/-frau, insbesondere auch hier im bierernsten Deutschland, wo allenfalls das Rheinland (und auch teile des Südens) entschlossen und alljährlich gegen ihre Spaßbremsen-Nation ankämpft.

WESHALB SOLLTEN WIR DEM THEMA HUMOR IN UNTERNEHMEN MEHR AUFMERKSAMKEIT SCHENKEN? Weil eine humorvolle Unternehmenskultur ein echter Wettbewerbsvorteil geworden ist! Erstens sind wir viel leistungsfähiger und auch kreativer, wenn wir gelassen und entspannt im Job sind.

Zweitens bleiben wir gesünder, wenn wir in einer humorvollen Haltung unterwegs sind. Der empfundene Druck und somit der Stresslevel sinken, wenn wir die „schweren Themen“ mit ein wenig Abstand und Gelassenheit betrachten.

Drittens bleiben uns die guten Leute länger erhalten, wenn sie sich in unserem Unternehmen wohl fühlen.

HUMOR IM BUSINESS – IST DAS NICHT ALBERN? Nö! Jedenfalls nicht, wenn wir von gutem Humor sprechen. Guter Humor braucht eine gewisse Grundintelligenz und er wird der Situation angemessen eingesetzt. Ausserdem: Intelligenter Witz unterstreicht unsere Kompetenz. Wer die Lacher auf seiner Seite hat, der führt. Und am besten ist es, wenn sie über sich selbst lachen können. Chefs und vor allem auch Chefinnen (Mädels, immer schön locker bleiben – ihr müsst nicht besser sein als die Herren der Schöpfung!), die eine gewisse Selbstironie pflegen, werden als menschlich wahrgenommen und wir finden sie sympathisch. Und sympathischen Menschen sind wir viel leichter gewillt, zu folgen. Und dann ist da ja noch der gute alte Spruch „Lachen ist gesund“. Auch da ist tatsächlich etwas dran. Allein, was physisch in unserem Körper passiert, wenn wir lachen – das ist genau so gut wie Jogging,  Yoga oder Duploessen!

Ich liebe es außerdem, Humor im Training und im Coaching einzusetzen. Und nicht nur da (das ist aber mal eine andere Kolumne – so Richtung Frühling, ick hör dir japsen)….

In diesem Sinne, wünsche ich allen, ihren ganz eigenen Humor zu behalten oder zu finden – vielleicht auch mit Hilfe eines Satireabends (gibt’s auch im TV oder in der Lesung –  auch in Ihrer Region), und man kann sich auch nachhaltig inspirieren lassen: siehe Torsten Sträters Tourneeplan !

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