Wissenswert: Warum macht der April was er will – und was bedeutet das für die PR?

April, April, der weiß nicht was er will.
Mal Regen und mal Sonnenschein,
Dann schneit’s auch wieder zwischendrein.
April, April, der weiß nicht was er will.

Nun seht, nun seht, wie es wieder stürmt und weht.
Und jetzt, oh weh, oh weh,
Da fällt auch dicker Schnee.
April, April, der weiß nicht was er will.

Aprilstreiche, Frühlingsgefühle, Ostern – das alles verbinden wir mit dem April. Rein wettertechnisch beschert uns der April aber dreißig Tage Unberechenbarkeit: Regen am Morgen, Sonnenschein am Mittag und Hagel am Abend. Neben einem leidigen Schulterzucken heißt es dann oft „Der April, der macht, was er will“. Doch wie entstehen eigentlich diese Wetterlaunen im April?

„Der April ist sozusagen der Vermittler zwischen Sommer und Winter, die darum kämpfen, welche Druckgebilde in Europa vorherrschen. So ist die Wetterlage im Frühjahr vor allem durch einen launenhaften Wechsel von Aufheiterungen und Schauerwetter, manchmal begleitet von Schnee, Graupel oder Hagel, geprägt.“, erklärt ein Wetterexperte. Kein Wunder, so sagt er, dass man den Monat April durch eine Unzahl von Bauern- oder Lostagregeln beschreiben kann. Redewendungen wie „Gehst du im April bei Sonne aus, lass nie den Regenschirm Zuhaus“ haben also durchaus ihre Berechtigung.

„April macht was er will“, sagt der Volksmund über den Monat, der je nach Laune Sonne oder Schnee oder Regen bringt. Es ist der Monat der Willensentscheidung: Nur der Wille entscheidet. Der Bauer muss sich jetzt entscheiden, was er 2017 anbauen will. Der Krieger muss sich entscheiden, was er erobern will. (In Antike und Mittelalter war die Kriegszeit von April bis August, denn zur Ernte mussten die Männer wieder auf den Feldern sein.). Die Hausfrau und der Hausmann entscheiden beim Frühjahrsputz, wie das Haus im neuen Jahr aussehen soll. Alles, was man nicht mehr will, kommt auf den Müll. Alles, was man will, wird mit neuer Kraft ausgestattet an seinen Platz gestellt.

Ein wohlüberlegter Wille jedoch ist ein guter Beginn für ein erfolgreiches Jahr: fruchtbare Saat, ein kluger Kriegsplan, ein aufgeräumtes Haus. Das Gleiche gilt für die Kommunikation und die PR-Arbeit: Vor dem Sommerloch und nach dem Jahresstart, sollte nun erste Bilanz gezogen, aufgeräumt und eine Strategie durchgezogen werden. In de Kommunikation sollte man sich zwar der Lust und Laune von Medien / Redaktionen und den Zielgruppen hin- und herbewegen können, aber wer jetzt aufrämut und die Führung übernimmt, hat schon gewonnen. Dazu entscheidet man, von dem vielen Angeboten und Möglichkeiten, sich von Dingen und PR-Tools (manchmal auch Agenturen oder Kunden) zu trennen, und das, was man bevorzugt, was man will, mit aller Kraft voranzutreiben.

Wer sich fokussiert und schon an den bevorstehenden Sommer denkt und plant, dem hauen (social-) mediale Aprilscherze, Wetterkapriolen der Kunden und des Marktes, auch nicht so schnell um: der Regenschirm, den man immer dabei haben sollte für alle Fälle, sind die professionellen Fähigkeiten, die Gummistiefel sind das Werkzeug und die Strategie, mit denen man durch jede Pfütze und schwammigen Boden mit festem Schritt und ohne Angst hindurch kommt. Wer dennoch nass wird und sich die Hände  (und Füße) schmutzig macht und trotzdem immer wieder rausgeht, der hat es dann auch verdient, den Wonnemonat Mai zu genießen und holt garantiert bis Herbst auch die PR-Ernte ein.

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