Gerade richtig zum Frühlingsanfang: aktuelle Flirtstudien und Selbstversuche

Gepflegt, mollig, mit Hund und Humor: so sieht der ideale Flirtpartner im reelen Leben aus – in der Werbung aber dann eher perfekt, jung, attraktiv. Dennoch: Flirten liegt im Trend. Das beweist der jährliche Frühjahrsansturm auf die Datingportale. Immerhin suchen laut Umfragen rund 70 Prozent der knapp 15 Millionen einsamen Herzen in Deutschland den richtigen Partner. Und der Frühlingsanfang aktiviert nicht nur die Hormone, sondern auch die Such-Aktivitäten. Doch meisten Singles fühlen sich angesichts der  vielen Angebote hoffnungslos überfordert: „Viele haben eine völlig falsche Vorstellung wie der Flirtmarkt funktioniert. Und sie sind verunsichert, ob sie bei dem Riesen-Angebot und der großen Konkurrenz überhaupt Chancen haben. Das ist für einen überzeugenden Auftritt bzw. die Annäherung an das andere Geschlecht eher kontraproduktiv“, sagt Flirtpub-Chefin Nicole Kleinhenz in einem Interview. Deshalb bietet das Portal und auch andere zahlreiche (Auswahl-) Möglichkeiten und auch einen kostenlosen Beratungs-Service rund-um-die Uhr.

Auf den Portalen ist keiner lange einsam, suggeriert die Werbung, wonach sich alle 11 Sekunden jemand verliebt. Dann müsste aber rein rechnerisch die meisten Singles bereits vom Markt und die Portale leer sein. Sind sie aber nicht!

Um das Flirtverhalten und den Flirterfolg zu verbessern, gibt es regelmäßige Umfragen unter User und Userinnen von Datingportalen. Das Ergebnis ist erstaunlich und beruhigend zugleich: jede/r hat eine faire Chance. Denn nicht das Aussehen zählt, sondern Ausstrahlung und Bereitschaft zum echten Kennenlernen. Und man muss matchen – das heisst zusamnepassen, wass immer das auch sein mag oder ist.

Ohne blöden Anmachsprüche, mit Natürlichkeit und Humor kommt man aber überall weiter. Rund mehr als die Hälfte (51,8 %) der Befragten flirtet am liebsten im Frühling. Aslo jetzt! Und wo? Online-Dating ist der absolute Favorit (51,77 %), neben Strassencafé (28,8 %), Supermarkt (10,76 %) und mit Hund Gassi gehen. Und auch auf der Arbeit wird geflirtet …

Ken und Barbie sind out: gepflegt, mollig und lächelnd – das ist der Traumpartner

Bei der Frage nach dem Aussehen Traumfrau / Traummann wurden Ken und Barbie auf die letzten Plätze verwiesen (nur 4,11 %). Durchschnittliches  Aussehen ist bei 35,13 % der Befragten angesagt und di meisten Flirtwilligen stehen auf ein gepflegtes Äusseres (60,13 %).

Auch eine Frühjahrdiät muss nicht sein. Denn bei 66,77 % der Portal-User und Userinnen haben auch Mollige eine Chance. Am Anziehendsten finden über die Hälfte der Befragten das Lächeln – eine tolle Figur wollten hingegen nur ein Drittel. Immerhin suchen 43,35 % ihre/n Liebste/n nach dem Foto aus. Flirtmails sind bei einem Drittel die gute Anmache schlechthin und ist auf Datingportalen sehr einfach zu bewerkstelligen: Flirtpartner aussuchen, Profil anklicken, e-Mail schreiben. Und Losflirten. Bei den Flirtsprüchen lieferten die Befragten gleich eigene Vorschläge: „Ein zauberhaftes lächeln und dann –  ja sorry ich habe mich gerade in deinen Augen verlaufen. Kannst du mir helfen?“ oder aber auch sehr bleibt: „Lass uns zusammen abheben“. Sprüche, die die Befragten eher „Abturnen“: „Suche Liebe meines Lebens“ oder „Du, es ist März, mein Lustpegel ist kaum noch zu bremsen, aber das Leben ist tief, tief traurig geworden. Keiner liebt mich, keiner will mich!“ und „Ich bin heiss, bist Du es auch ?“

Wer die Portale ausprobiert, merkt schnell, dass das auch etwas umständlich und frustrierend sein kann: den hier tummelt sich nun wirklich alles und Bilder und Mails / Profile sind oft Schall und Rauch (und auch der Singlestatus ist oft mehr als fragwürdig). Da bietet es sich an, möglichst schnell zu daten oder direkt und ohne online-Umwege Ausschau zu halten: wer sich auf sein Gefühl und auf das Lächeln des Gegenüber verlässt als die Animateure und aufpolierten Profile von Parship & Co, der hat meist mehr Erfolg.

Wer diese einfachen Tipps anwendet, bleibt in diesem Frühjahr garantiert nicht alleine, meint Eurer lovecoach mawa

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Humor ist, wenn man´s trotzdem macht: ein Abend bei Nuhr, Sträter & Co

Neulich durfte ich „undercover“ mit der rbb Entdeckertour hinter die Kulissen von der rbb-Produktion „nuhr im Ersten“. Dort versammeln sich monatlich führende Humoristen wie Dieter Nuhr, Ingo Appelt und Torsten Sträter  (meistens Männer, was mawacoach ganz nett aber seltsam findet, zumindest in der Mehrzahl, aber das wird sich auch noch ändern, denn Gruber, Kebekus & Co schlagen schon heftig in die Emanzipations-Presche) zu einem Stelldichein !

Die Zuschauer sind eingeladen und werden auf den humorvollen Abend eingestimmt. Man merkt, dass dies das Publikum eint: die Stimmung ist fröhlich und freundlich. Und trotzdem bleibt auch Raum und Zeit für ernste Worte und Themen  (Hut bzw. Mütze ab!) nach dem Terror. Böse Menschen kennen kein Humor und sie meiden ihn sogar, wie der Teufel das Weihwasser oder der Muslim die Flasche Mariacron …

WAS GENAU MEINT MAN EIGENTLICH MIT HUMOR? Das ist eine bestimmte Haltung. Und zwar eine Haltung der Leichtigkeit oder der heiteren Gelassenheit. Es geht mir darum, nicht immer alles allzu ernst zu nehmen. Dabei geht es nicht um zwanghafter Witzigkeit (die ja allzu oft im Fasching oder in Comedy­-Sendungen oder aber auch im Kabarett verbreitet wird).

Nun gibt es verschiedene Humortypen und auch unterschiedliche Humorkreise (z.B. der britische Humor oder der jüdische Witz), der Herrenwitz oder auch der feministische, weibliche Humorblick, die es zu berücksichtigen gibt. Auch zwischen Poetry Slammern, Comedystars und –Sternchen, Kabarettisten und Komödianten gibt es riesige Unterschiede. Doch das ist wurscht. Hauptsache, jemand bringt mich zum Lachen, weil das Perspektivenwechsel, Erkenntnis und Belohnung im Gehirn voraussetzt. Und das sind beides prima Dinge für jedermann/-frau, insbesondere auch hier im bierernsten Deutschland, wo allenfalls das Rheinland (und auch teile des Südens) entschlossen und alljährlich gegen ihre Spaßbremsen-Nation ankämpft.

WESHALB SOLLTEN WIR DEM THEMA HUMOR IN UNTERNEHMEN MEHR AUFMERKSAMKEIT SCHENKEN? Weil eine humorvolle Unternehmenskultur ein echter Wettbewerbsvorteil geworden ist! Erstens sind wir viel leistungsfähiger und auch kreativer, wenn wir gelassen und entspannt im Job sind.

Zweitens bleiben wir gesünder, wenn wir in einer humorvollen Haltung unterwegs sind. Der empfundene Druck und somit der Stresslevel sinken, wenn wir die „schweren Themen“ mit ein wenig Abstand und Gelassenheit betrachten.

Drittens bleiben uns die guten Leute länger erhalten, wenn sie sich in unserem Unternehmen wohl fühlen.

HUMOR IM BUSINESS – IST DAS NICHT ALBERN? Nö! Jedenfalls nicht, wenn wir von gutem Humor sprechen. Guter Humor braucht eine gewisse Grundintelligenz und er wird der Situation angemessen eingesetzt. Ausserdem: Intelligenter Witz unterstreicht unsere Kompetenz. Wer die Lacher auf seiner Seite hat, der führt. Und am besten ist es, wenn sie über sich selbst lachen können. Chefs und vor allem auch Chefinnen (Mädels, immer schön locker bleiben – ihr müsst nicht besser sein als die Herren der Schöpfung!), die eine gewisse Selbstironie pflegen, werden als menschlich wahrgenommen und wir finden sie sympathisch. Und sympathischen Menschen sind wir viel leichter gewillt, zu folgen. Und dann ist da ja noch der gute alte Spruch „Lachen ist gesund“. Auch da ist tatsächlich etwas dran. Allein, was physisch in unserem Körper passiert, wenn wir lachen – das ist genau so gut wie Jogging,  Yoga oder Duploessen!

Ich liebe es außerdem, Humor im Training und im Coaching einzusetzen. Und nicht nur da (das ist aber mal eine andere Kolumne – so Richtung Frühling, ick hör dir japsen)….

In diesem Sinne, wünsche ich allen, ihren ganz eigenen Humor zu behalten oder zu finden – vielleicht auch mit Hilfe eines Satireabends (gibt’s auch im TV oder in der Lesung –  auch in Ihrer Region), und man kann sich auch nachhaltig inspirieren lassen: siehe Torsten Sträters Tourneeplan !

Christmas-Coaching mit mawa und coachingarbeiten.de

Jedes Jahr stürzen wir uns aufs Neue in den Weihnachtsstress. Unsere eigenen Bedürfnisse bleiben oft außen vor. Wir Coaches unterstützen dabei, Prioritäten zu setzen und die Vorweihnachtszeit und die Feiertage konfliktfrei und genussreich zu gestalten.

Die Partnerschaft steht dabei jedes Jahr auf dem Prüfstand. Dies entsteht daraus, dass man viele Verpflichtungen wahrnehmen muss, es vielleicht aber gar nicht möchte: z.B. Verwandte besuchen oder alle einladen. Dennoch möchte man die Erwartung erfüllen, dass gerade an Weihnachten alle besonders nett zueinander sind. Nur: wird das alles zur Pflicht, ist der Stress vorprogrammiert. Fazit: Wir „erleiden“ Weihnachten vielmehr, als dass wir es als besinnliche Zeit wahrnehmen und genießen.

Schon vor Weihnachten sollte man den Fokus auf gemeinsames Erleben und Genießen mit seinen Lieben und mit dem Partner setzen. Und bei allem nicht allzu hohe Erwartungen an sich und andere stellen: weniger ist mehr. Wer ständig auf Perfektion aus ist, stresst sich und andere. Und man sollte den (eigenen) Sinn des Festes nicht aus den Augen verlieren.

So bereiten Sie sich mental auf Weihnachten vor

TIPP 1: Erlauben Sie sich, aus Traditionen auszubrechen.

Die letzten Wochen des Jahres sind meist auch im Job stressig. Dazu kommen Weihnachtsfeiern und bei Familien mit Kindern, viele weitere Termine, die vorbereitet sein wollen. Machen Sie sich klar, was Weihnachten eigentlich für Sie persönlich bedeutet und fragen Sie Ihre Familie / Ihren Partner, wie sie das sehen. Definieren Sie gemeinsam „Ihr“ Fest. Dann beginnen Sie mit der Planung, immer unter Berücksichtigung der Prioritäten, die Sie gemeinsam gesetzt haben. Heiligabend gibt es immer eine Weihnachtsgans? Und der Weihnachtsbaum war schon immer vier Meter hoch und mit echten Kerzen bestückt? Fragen Sie Ihre Lieben, was ihnen wirklich wichtig ist und trauen Sie sich, auch seit Generationen bestehende Traditionen auf den Prüfstand zu stellen….

TIPP 2: Verteilen Sie die anfallenden Aufgaben und schaffen Sie damit neue Rituale, die Sie entlasten

Das Fest gemeinsam zu gestalten macht Spaß. Egal ob man mit Familie oder mit Freunden feiert, Jobs wie Dekorieren oder frische Lebensmittel einkaufen kurz vor dem Fest kann man prima delegieren. So hat jeder die Chance, sich ein Stückchen mit verantwortlich zu fühlen für ein gelungenes Fest.

TIPP 3: Nehmen Sie Rücksicht auf sich selbst

Weinachten ist nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional ein Sonderzustand. Große Erwartungen und große Gefühle verknüpfen sich mit diesen Tagen. Konflikte sind vorprogrammiert, eine Lösung jedoch gerade wegen der hohen Erwartungshaltungen von allen Seiten umso schwieriger. Spannungen sind belastend! Schützen Sie sich! Laden Sie z.B. Verwandte, die sich untereinander nicht verstehen, zu verschiedenen Terminen an den Feiertagen ein. Ein großzügiger Zeitplan, in dem Gast und Gastgeber über freie Stunden verfügen, können kann ebenfalls entstressend“ wirken. Kommt ein Konflikt auf, versuchen Sie ihn zu thematisieren und die Klärung bewusst auf einen neutralen Termin zu vertagen.

TIPP 4: Raus aus der Perfektionismusfalle – genießen Sie die Vorweihnachtszeit

Vielleicht die schwierigste Übung von allen: die Wochen vor Weihnachten von Überflüssigem zu befreien und sich einzustimmen auf das Fest. Wir verhalten uns in den Wochen vor Weihnachten entgegengesetzt den Bedürfnissen unserer biologischen Uhr, die in der dunklen Jahreszeit mehr Ruhepausen von uns einfordert. Stattdessen schalten wir einen Gang hoch und stellen nach Weihnachten fest, wie groß unsere Erwartungen waren und wie wenig wir doch von diesem Fest gehabt haben. Vertagen Sie Hausputz und nicht dringende Reparaturen und schaffen Sie sich stattdessen „Genusspunkte“, am besten täglich, die sie weihnachtlich einstimmen. Basteln, Backen und Geschichten vorlesen stimmt nicht nur Familien mit Kindern weihnachtlich ein. Eine kurze Teepause im Schein einer Adventskerze, ein Spaziergang durch eine weihnachtlich erleuchtete Straße, den Duft von Zimt, Anis, Piment und Orange zu riechen, kleine Genüsse, die uns kurz aus dem Alltag entführen und uns Weihnachten nahe bringen.

Tipp 5: Die mentale Einstellung ist wichtig – Authentizität & Integrität leben

Entspannen Sie sich – alles wird gut – bedenken Sie, dass Ihre Beziehungen gerade nicht an wertvollen Geschenken bemessen werden, sondern an der aufrechten, gegenseitigen liebevollen weihnachtlichen und / oder herzlichen Begegnung authentisch und menschlich integer. Geben Sie sich und den Menschen, mit denen Sie und die gerne mit Ihnen zusammen sind eine wundervolle Zeit. Entscheiden Sie sich für eine zufriedene Zukunft mit Menschen, die Ihnen und denen Sie gut tun. Und folgen Sie nicht der Angst. Angst ist ein schlechter Begleiter / Berater. Folgen Sie Ihren Zielen. Weihnachten soll schön und friedlich werden. Für alle. Auch für Sie!

Wer ab und zu „sündigt“, hat sich besser im Griff: das gilt nicht nur für Diäten

Disziplin, bitte! Diäten funktionieren nur, wenn wir die Kohlenhydrate wirklich jeden Tag weglassen. Sobald wir unser großes Ziel nicht mehr mit der allergrößten Hingabe verfolgen, können wir es auch gleich bleiben lassen. So oder so ähnlich sehen das viele Menschen, wie frühere Studien gezeigt haben. Dieser Beitrag ist in der aktuellen September-Ausgabe von Psychologie Heute erschienen, Titelthema: Ich und glücklich? Warum wir unserer Zufriedenheit oft selbst im Wege stehen.

Damit machen wir uns also das Leben unnötig schwer, meinen Wirtschaftswissenschaftler um Rita Coelho do Vale von der Katholischen Universität in Lissabon. Denn zu hohe Ansprüche an uns selbst führen nicht nur zu einem freudlosen Leben – sie verringern auch die Wahrscheinlichkeit, unsere Ziele tatsächlich zu erreichen. Sehr viel besser funktioniere es, gezielte Auszeiten einzuplanen. Beispielsweise gelten dann die strengen Diätvorschriften an einem Tag der Woche ganz bewusst nicht.

Psychologie heute stellt die Studie vor, wonach Probanden, die einmal in der Woche „sündigen“ dürfen, nicht nur besser drauf sind, sondern sogar genausoviel abnehmen und sogar länger durchhalte, wie die strenge Kohlehydrat-Abstinenzler. Denn allzu strikte Vorgaben, benötigen viel Energie und auch Laune.

Das gilt aber auch für die Arbeit: allzu strenge Zeitvorgraben oder to-do-Listen strengen an und werden dann oft  nicht durchgehalten bzw. bewältigt (da ist das Wort „Gewalt“ drinne und das hilft meist nicht weiter). Gerade bei schönem Wetter wie zur Zeit, sollte man schauen, das man auch mal einen Nachmittag „schleifen“ lässt  – oder trotz Arbeitspensum – etwas früher losgeht zum Schwimmen: dann ist die Wahrschneinlichkeit höher, dass man am nächsten Tag fitter ist und auch die lange Winterphase und den Vorweihnachtsstress besser durchält – gerade auch, wenn man im Kommuniikationsbereich arbeitet. Also: weniger, ist mehr, sagt Euer Work-Life-Balance PR Coach und coachingarbeiten.de, mawa. Genießt den Altweibersommer!

Quelle: Rita Coelho do Vale, Rik Pieters, Marcel Zeelenberg: The benefits of behaving badly on occasion: Successful regulation by planned hedonic deviations. Journal of Consumer Psychology, 26/1, 2016, 17–28. DOI: 10.1016/j.jcps.2015.05.001 (Abstract)

 

Unser Buchtipp: gegen die smarte Diktatur für mehr Freiheit!

Ein lesenswertes Buch, das mit schlüssiger Argumentation besticht und aufklärt, ohne zu belehren: er liefert hier wieder viel Stoff zum Nachdenken. Und das macht schon mal mächtig viel Spaß!

Welzer kritisiert eine Gesellschaft, die sich in Bequemlichkeit, Beliebigkeit und Hyperkonsum verliert und dafür freiwillig bereit ist, Stück für Stück seine eigene Freiheit zu opfern und den Kommunkationskonzernen bereitwillig persönliche Daten zur Verfügung zu stellen. Durch die Möglichkeit der allgegenwärtigen Überwachung verliert das Leben der Menschen somit jede Privatheit und aus Angst vor Bloßstellung und Demütigung in aller Öffentlichkeit erlegen sie sich letzlich aus Selbstzwang bereitwillig einen Verhaltenskonformismus auf, der ein wirklich individuelles und lebenswertes menschliches Leben bereits im Keim erstickt und zudem von einer kompletten Durchkommerzialisierung aller Lebensbereiche gekennzeichnet ist. (dieser Aspekt ist auch wichtig, für die Arbeit von Kommunikationsexperten!) .

Ebenso prangert der Autor einen rein auf Wachstum und Expansion ausgelegten neoliberalen Wirtschaftskurs an, der die Umwelt vernichtet, Menschen ausbeutet, die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer werden lässt, aber dennoch keinen wirklich zählbaren Fortschritt bei der Lösung der existenziell wichtigen Fragen der Menschheit bringt, sondern lediglich technische Innovationen, die das Leben der Menschen ein klein wenig bequemer machen, mehr aber auch nicht.

Die „Smarte Diktatur“, die Harald Welzer in seinem Buch skizziert, ist ein durchaus plausibles Szenario, das sich aufgrund vieler bislang kritik- und widerstandslos akzeptierter Veränderungen in der Gesellschaft manifestieren kann. Dabei wird der „Angriff auf unsere Freiheit“ (Untertitel) hingenommen und vor den Feinden der Freiheit freiwillig kapituliert. Doch wie er schon einleitend vermutet, ist es offenbar nicht nur die Saturiertheit, die uns lethargisch gegenüber den Angriffen auf unserer Freiheit macht, sondern auch die Furcht vor der Freiheit.

Der Ausweg? Lösung vom eigenen Phlergms – kämpfen und wehren! Doch unsere Gesellschaft hat ein Kernproblem, das auch Harald Welzer nicht lösen kann: es fehlen uns Utopien, mitreißende Visionen und klare Vorstellungen von wünschenswerten Gesellschaftsformen. Faszit: Ein gelungenes Buch, das zum Nachdenken anregt, wenn man auch nicht allen Schlussfolgerungen folgen möchte.

Fischer Verlag, 319 Seiten, 19,99 Euro.
Kaufen bei Ecobookstore: Harald Welzer: Die smarte Diktatur

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welzer

Self-efficacy-Workshop – Selbstwirksamkeit verstärken mit coachingarbeiten.de

Der Glaube an die eigene Kraft versetzt Berge: neuer Workshop von www.coachingarbeiten.de

Was wird wohl werden? Was bringt die Zukunft? Wenn Fragen wie diese immer sorgenvoller gestellt werden, ist ein Mechanismus geschwächt, den die Psychologie Selbstwirksamkeit nennt. Damit ist der Glaube an das eigene Können gemeint, die Zuversicht, die Dinge aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. Wer seine Selbstwirksamkeit stärkt, erlangt Kontrolle über Existenz- und Zukunftsängste.

In einer Kindergeschichte will ein kleiner Zug einen steilen Berg erklimmen. Niemand glaubt daran, dass er da hinaufkommt. Aber der Zug sagt immer wieder: „Ich werde es schaffen, ich werde es schaffen“ – und bezwingt den Berg. Diese Geschichte hat Coach Martina Wagner zu diesem Workshop inspiriert: „Der Glaube, mit eigener Kraft schwierige oder gar unmöglich erscheinende Situation bewältigen zu können, ist ein faszinierendes psychisches Phänomen. Keine Polexpedition und keine Erfindung ist ohne Fähigkeit denkbar, die Coaches und Sozialpsychologen als Für Selbstwirksamkeit (self-efficacy) bezeichnen“.

Im Workshop geht es um Lebensträume. Für jede Verwirklichung eines Lebenstraumes und für jede größere berufliche oder private Entscheidung braucht man Zuversicht. Auch im Alltag ist man immer wieder gefordert, muss sich Mut zusprechen und Ausdauer zeigen. In Übungen und Interventionen wird das für jeden einzelnen Teilenehmer geübt und umgesetzt.

„Wichtig dabei ist die konkrete Übersicht in der jeweiligen Problemsituation, gestützt durch ein positives Selbstwert- und Lebensgefühl. Das wollen wir in diesem Workshop entwickeln und verstärken“, sagt Coach Martina Wagner von www.coachingarbeiten.de und fügt hinzu: „Selbstwirksamkeit ist Eigenstärke. Das Gefühl, kompetent zu sein, schafft aktive Hoffnung und hilft, eine passiv-abwertende Haltung zu vermeiden. Selbstwirksamkeit ist heute wichtiger denn je. Viele Menschen ängstigen sich vor der Zukunft, machen den Staat, die Politik, den Chef und andere Menschen für die „Zustände“ verantwortlich und verhalten sich selbst passiv“. Das soll mit dem Workshop, aber auch in Einzelcoachings verändert werden. Talente und Training braucht es beim Erlernen neuer Verhaltensmuster und oft auch Geduld. Nichtänderbares kann hier gelassen akzeptiert werden, Änderungen sind manchmal nur im Kleinen möglich. Dies alles kann mit der Teilnahme an diesem Workshop bei coachingarbeiten.de mitnehmen. Und noch einiges mehr an Erkenntnissen zu diesem Thema. Coach Martina Wagner: „Zuversicht hilft, Berge zu überwinden. Man sollte natürlich wissen, ob man den Berg überhaupt bezwingen will, muss sich also über seine Bedürfnisse und Ziele klar sein. Um die eigenen Fähigkeiten auszuloten – gerade auch bei Jobverlust – sollte man sich rechtzeitig an einen professionellen Coach wenden. In den Workshops werden Impulse gegeben. Es ist dann an  jedem selbst, sich seine eigenen Gedanken zu meinen Anregungen und Fragen machen und seinen eigenen Weg zu finden“.

Existenzängste akzeptieren und überwinden, lautet deshalb die Devise dieses Workshops, die sich auch an Berufsneuorientierern richtet .  Tipps vorab gibt es schon mal:

  1. Widerstand bringt Leid – Akzeptieren der Umstände bringt Freiheit
  2. Wie Sie einen Fluss überqueren, sollten Sie erst dann entscheiden, wenn Sie am Ufer des Flusses angekommen sind
  3. Sie können kein Problem lösen, kein Ziel erreichen, wenn Sie nur zurückschauen
  4. Wenn fast alle Ängste der Vergangenheit unnötig waren, werden wohl auch heute fast alle Ängste und Sorgen unnötig sein
  5. Nicht eine Situation macht Sie fertig, sondern wie sie darüber denken
  6. Ändern Sie Ihre Gedanken und damit auch Ihre Gefühle und ihre Ängste
  7. Haben Sie keine Angst vor der Angst
  8. Was kann Ihnen schlimmstenfalls passieren ? Spielen Sie es durch und lassen Sie dann los!

Mut zur Unsicherheit – Tipps von Medienarbeiten und Coachingarbeiten

 

Treffen Sie oft vorschnelle Entscheidungen? Wollen Sie Probleme möglichst schnell vom Tisch haben? Hoffen Sie auf einfache Lösungen? Dann fehlt es Ihnen an Unsicherheitskompetenz. Nur mit ihr können Sie die Balance halten in unübersichtlichen Situationen. Das thematisiert das neue Heft der psycholgie heute als Titelstory.

Tagtäglich werden wir mit Situationen konfrontiert, die undurchsichtig, sehr komplex oder widersprüchlich sind. Offene Fragen gibt es viele: Wird es meinen Job in ein paar Jahren noch geben? Wie wird sich unser Leben durch den Zustrom von Flüchtlingen verändern? Wie sehr können uns islamistische Terroristen gefährlich werden? Bewältigen wir die Folgen der Erderwärmung? Werde ich im Alter genug Geld zum Leben haben? Was, wenn meine Ehe zerbricht?

Ungewissheit und Mehrdeutigkeit sind keine Erfindungen der modernen Zeit. Doch heute erscheint uns die Welt „überwältigender und chaotischer“. Wie man damit umgeht, kann man aber lernen. Und sollte man auch: denn es gibt keinen Lebensbereich mehr, der nicht davon betroffen wäre.

Auch im PR.Bereich kan man zwar viel planen und voraussehen, aber nicht alles. Und so gibt es Notfallpläne und auch Paper und Anleitungen für eine „Krisenkommunikation“. Der einfachste Tipp lautet: nichts überstürzen! Nachdenken, annehmen, Lösung suchen. Es gibt immer einen Plan B. Und der erweist sich oft als vorteilhafte Chance, die man ergreifen kann – oder auch als Anlass, Prinzipielles zu überdenken. Ist das Lebensziel oder auch Berufsziel noch stimmig,  erreichbar und sinnvoll? Sind die PR-Maßnahmen wirkungsvoll oder überarbeitungswürdig? Meist reicht eine Korrektur der Ziele oder eine Anpassung der Maßnahmen. In vielen Fällen auch einfach abwarten und Geduld haben. Bei der Agentur Medienarbeiten.de und auch bei Coachingarbeiten.de gibt es Workshops und Anleitungen, wie man sinnvoll und positiv mit seinen Unsicherheiten – beruflich wie privat – umgehen kann. Und auch, wie man Vosorge trifft, falls es einen mal trifft ..